Digital News Report 2019 – Medienverhalten rund um die Welt

Mann mit Tablet und Kaffee, p-apaper, Digital News Report 2019

Seit 2012 veröffentlicht das Reuters Institut für Journalismus in Oxford den Digital News Report. In diesem wird jährlich über das Verhalten der Medienkonsumenten im Hinblick auf die Digitalisierung berichtet.
Die Ergebnisse des Digital News Report 2019 und wie Österreich dabei abgeschnitten hat erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag!

 

Methodik der Studie

Für die Studie wurden circa 75.000 Personen aus 38 Ländern befragt. Pro Land kommt man auf circa 2000 Menschen, welche zwischen Jänner und Februar befragt wurden. Mit 24 Ländern ist Europa am häufigsten vertreten, während in Asien sieben Länder und in Südamerika vier Länder herangezogen wurden. Auch die USA und Kanada wurden befragt, während Südafrika dieses Jahr sogar seine Prämiere feiert.
Da zusätzlich qualitative Recherche betrieben wurde, ist der Report der umfangreichste Bericht über den Medienkonsum weltweit.

 

Interessantes aus Österreich

Österreich ist nach wie vor im Print Fieber: Nicht zum ersten Mal weist Österreich die höchste Printleserschaft im Digital News Report aus. Auch der globale Vergleich (globaler Durchschnitt liegt bei 6%) zeigt, dass Österreich mit 19% weit vorne an der Spitze der Leser von gedruckten Zeitungen liegt. Doch laut den Zahlen des Berichtes geht dieser Trend langsam zurück. Stark davon betroffen sind Der Standard und der Kurier, bei dem die Auflagenrate um mehr als 5% gesunken ist. Mit dem Thema höchste Printleserschaft haben wir uns bereits in unserem Blog auseinandergesetzt, hier finden Sie den Beitrag: „Das Medienverhalten der Österreicher – Wir sind digitale Nachzügler und Print-loyal“.

Smartphone schlägt Computer: Dafür wächst die Leserschaft bei Online Medien stetig. Nennenswert ist, dass das Smartphone inzwischen noch vor dem Computer (51%) mit 64% das meistgenützte Gerät ist, wenn es um den Zugang zu Online-Nachrichten geht.

Gute Nachrichten für die Medienhäuser: Die Zahl der Bereitschaft für Online-Nachrichten zu bezahlen steigt! In der Vergangenheit haben sich immer mehr Medien dazu entschlossen für ihre Online-Nachrichten Geld zu verlangen. Laut der Studie sind es vor allem demographisch jüngere Menschen die für Journalismus bereit sind zu zahlen.

Vertrauen noch da? Die Österreicher haben rund 2% weniger Vertrauen in die Medien hierzulande als im Vorjahr. Es waren 15 Plätze um die vertrauenswürdigsten Medien zu vergeben – der österreichische Rundfunk ist dabei Spitzenreiter. Dicht gefolgt von Die Presse, ZDF News und Der Standard. Ironischerweise ist die Kronen Zeitung, welche die höchsten Verkaufszahlen aufweist, auf Platz 12.

 

Internationale Highlights:

  • Bevor sich Briten groß ärgern, lesen sie erst gar keine Nachrichten.
    Laut Studie ist das Vermeiden von Medien um ganze 11% gestiegen. Themen wie beispielsweise der Brexit, bei denen man machtlos ist, bewegt die Leute zur Teilnahmslosigkeit.
  • Der Bericht für Indien wurde separat veröffentlicht. Der Grund dafür ist, dass die Internetnutzung nicht so stark verbreitet ist, wie bei den restlichen Ländern im Report.
  • In Skandinavien wird gerne für Journalismus bezahlt: Norwegen (+4%) und Schweden (+1%) haben den größten prozentuellen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
  • Nicht nur in Österreich ist das Vertrauen um 2% gesunken, der Durchschnitt des gesamten Reportes ergibt ein Vertrauensminus von 2%.

 

Fazit

In der Zusammenfassung des Berichtes heißt es: dieser Report ist geprägt von wachsendem Populismus, politischer und wirtschaftlicher Instabilität sowie den Einfluss der Tech-Giganten auf die Gesellschaft.
Die Ergebnisse des Digital News Report 2019 sind sehr interessant, spannend und aufschlussreich. Wir sind freuen uns auch nächstes Jahr über die Ergebnisse berichten zu können.

Den ganzen Report finden Sie auf der Website Digital News Report bzw. die Ergänzung für Österreich zum Nachlesen.

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