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Warum die reduzierte Umsatzsteuer für E-Paper ein Erfolg ist

Als Medienbeobachter beobachten wir nicht nur unsere abonnierten Printmedien für unsere Kunden, sondern wir beobachten auch die rasanten Entwicklungen der Medienwelt. Seit einigen Jahren ist eine der prägnantesten Entwicklungen im Bereich der E-Paper zu beobachten. Die wachsende Bedeutung der Onlinemedien schien den Printmedien sehr zu schaden – die sinkenden Auflagenzahlen der Printmedien zeigen dies sehr deutlich.

Sieht man sich die halbjährlichen Auflagenzahlen der Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) an, kann man einen eindeutigen Trend erkennen: Die Auflagenzahlen der Printmedien sinken von Jahr zu Jahr. Im Gegensatz dazu steigen die Auflagenzahlen der E-Paper. Diese erfreuen sich einer großen Beliebtheit und nehmen rasant an Nutzung und damit an Auflagenzahlen zu.

Ab Jänner 2020 gilt die reduzierte Umsatzsteuer für E-Paper

Nun gibt es eine Neuigkeit, die diesem Trend entgegenspielen wird: Ab 01.01.2020 gilt der reduzierte Umsatzsteuersatz für elektronische Publikationen. Somit werden E-Paper nun auch steuerrechtlich den Printmedien gleichgestellt und sind nur noch von 10 % Umsatzsteuer statt vormals 20 % betroffen.

Dieser reduzierte Steuersatz gilt in erster Linie für E-Paper aber auch für Paywalls von Onlineportalen, wenn der redaktionelle Inhalt im Vordergrund steht. Auf Recherchedatenbanken, Routenplaner oder reine Videoplattformen kann dies nicht angewendet werden.

Auch in Deutschland wird es bald zu einer ähnlichen Reduktion der Mehrwertsteuer auf E-Paper kommen. Hier wird es eine Senkung der Steuer von 19 % auf 7 % geben, sobald der Bundesrat zugestimmt hat.

 

Zeitschriftenverbände freuen sich

Sowohl der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) als auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben bereits Statements veröffentlicht in welchen sie dieser Steuerreduktion zustimmen.

Der VDZ lässt verlauten: „Damit werde der Realität der digitalen Presse Rechnung getragen“ und der VÖZ bekräftig die Umsetzung folgendermaßen: „Das Ergebnis kann als Erfolg für die österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage gewertet werden.“

 

Wir von CLIP Mediaservice stimmen dem zu und freuen uns, dass die Nutzung digitaler Inhalte dadurch attraktiver wird und hoffen, dass die Auflagenzahlen der E-Paper dadurch noch mehr wachsen werden.

Wer den genauen Unterschied zwischen E-Paper, Online-Ausgabe und Printmedium erfahren möchte, kann das in unserem Blogbeitrag e-paper – Print, Online oder doch etwas völlig anderes? nachlesen.

Andrea Scharf

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