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Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung: Rückzug von Alexandra Föderl-Schmid nach Plagiatsvorwürfen

Ein aktueller Fall rund um Plagiatsvorwürfe bei der Süddeutschen Zeitung versetzt die deutschsprachige Medienbranche in Aufruhr.

 

Die Vorwürfe

Erst vor wenigen Wochen wurde Alexandra Föderl-Schmid mit dem Preis der “Goldenen Medienlöwin 2023“ ausgezeichnet. Bevor sie 2017 zur Süddeutschen Zeitung wechselte, war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin des Standard.

Im Dezember 2023 wurde die renommierte österreichische Journalistin mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Laut dem Branchenportal Medieninsider soll Föderl-Schmid einzelne Passagen aus anderen Medienportalen übernommen haben, ohne sie als Zitat zu kennzeichnen. Weitere Vorwürfe ortet “Plagiatsjäger” Stefan Weber in Bezug auf Föderl-Schmids Dissertation an der Universität Salzburg zum Thema Rundfunksystem in Deutschland.

 

Die Suche nach dem “Maulwurf” bei der Süddeutschen Zeitung

Nach einer internen Konferenz wurden Informationen zu den Plagiatsvorwürfen an Medieninsider weitergegeben. Um den Informanten aus den eigenen Reihen zu finden, ließ die Süddeutsche Zeitung die Telefon- und Mailinglisten der Redakteurinnen und Redakteure durchforsten – die Suche nach dem Whistleblower blieb allerdings erfolglos. An der Durchsuchung hagelte es Kritik von Reporter ohne Grenzen: “Das Vorgehen der „SZ“-Chefredaktion wirft hinsichtlich des journalistischen Grundprinzips des Quellenschutzes ernsthafte Fragen auf.” In einer Stellungnahme begründete die Süddeutsche Zeitung ihr Vorgehen damit, dass das Weitergeben der Informationen nicht nur einen “Vertrauensbruch gegenüber den eigenen Kolleginnen und Kollegen”, sondern auch eine Verletzung des Redaktionsgeheimnis darstelle.

Der Auftraggeber

Nach Informationen des SPIEGEL sei das als rechtspopulistisch geltende Onlinemedium Nius der Auftraggeber für die Untersuchung bei Stefan Weber gewesen. Der bekannteste Redakteur von “Nius” ist Julian Reichelt, der nach Compliancevorwürfen seine Position als Chefredakteur der Bild verlassen musste. Weber habe einen “niedrigen vierstelligen Betrag” für die Untersuchung erhalten. An der Richtigkeit seiner Ergebnisse, ändere der Auftraggeber jedoch nichts, meinte Stefan Weber: “Aus der Tatsache, dass der Auftraggeber bekannt ist, folgt nicht, dass mein Gutachten wahrer oder falscher wird“.

Am Montag entschied die Süddeutsche Zeitung, die Vorwürfe gegen Föderl-Schmid von einer externen Kommission überprüfen zu lassen. Wir von CLIP Mediaservice halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.

 

Für weitere Einblicke zum Thema “Presse” empfehlen wir die folgenden Beiträge: “Österreichische Presselandschaft bereit für Erneuerungen: Austausch und KI” oder “Pressefotografie in der Krise”.

 

 

Irmi Koller

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