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CLIP Mediaservice ORF Frühstücksfernsehen Zeitung und Croissant

Rückblick auf einen Monat Frühstücksfernsehen „Guten Morgen Österreich“

Seit einem guten Monat ist es da: das Frühstücksfernsehen des ORF. Das Radio- und TV-Lektorat von CLIP Mediaservice zieht Resümee.

Nachdem wir bereits seit Jahren mit den privaten Frühstücksfernsehformaten vertraut sind, die in Österreich durch Servus TV und Puls 4 vertreten sind, waren wir gespannt, wie sich die neue, öffentlich-rechtliche und namentlich als „Frühfernsehen“ vom gängigen Frühstücksformat abgegrenzte Sendung, präsentieren würde.

Erscheinungsbild des ORF-Frühfernsehens

Nun, die Erwartungen waren zugegeben moderat, die Quoten sind es, laut Standard, auch. Doch wie sieht es inhaltlich aus? Wer Journalismus auf hohem Niveau sucht, tut dies für gewöhnlich ohnehin nicht im Frühstücksfernsehen, und sei im ORF auf die eher mageren ZIB-Zwischenschaltungen verwiesen, die, halbstündlich zumindest, auf Tagespolitik und Weltgeschehen aufmerksam machen. Darüber hinaus bekommt der/die ZuschauerIn das altbekannte Frühstücks-Infotainment. Dass dabei bewusst auf Wellness, Konsum und Folklore gesetzt wird, um einen Gegenpol zu  alltäglichen Negativmeldungen und dergleichen zu schaffen, vermuteten wir als Medienbeobachter bislang vor allem bei den privaten Sendern. Unterhaltsame „Nachrichten“ und Marketing lassen die österreichische Morgenmedienlandschaft mitunter wie eine bunte Urlaubsdestination anmuten. Und auch der ORF setzt zu großen Teilen auf diese Strategie.

Mit dem mobilen Studio fährt das Team quer durch die Republik, jede Woche ist man in einem anderen Bundesland zu Gast. Dabei moderieren Eva Pölzl und Lukas Schweighofer alternierend mit dem jeweiligen Bundesland-Heute-Kollegen. So kommt der Zuseher in den Genuss unterschiedlicher Teamdynamiken, waghalsiger Themenüberleitungen und durch die Panoramafenster des Sendewagons täglich eine neue Hintergrundkulisse präsentiert. So weit so gut. Doch wie steht es um den Inhalt?

Die Themen im Frühstücksfernsehen

Anfangs verkneift man sich, höflich ob des „Neugiereffekts“ (standard.at), ein Gähnen, denn das Moderationsteam lehnt sich gefühlt bei Puls 4 und Servus TV an: Fragwürdige „Highlights“ des Tages, Heimatmuseen und Lehrlingswettbewerbe, sowie ein Rückblick in die Geschichte des Tagesdatums. Doch letzterer ist vergleichsweise global und zeitgeschichtlich angelegt sogar die Brauchtumsberichte vermeint der wohlgesonnene Zuseher, mit subtiler Differenzierung serviert zu bekommen. Auch in einem Live-Wäsche-Falt-Kurs und der praktischen Verbindung von Hausputz und Workout kann satirisches Potential verortet werden. Dankbar ist man Eva Pölzl, wenn sie sich, innerhalb der dem Format anhaftenden chronischen Heiterkeit, um ein wenig Selbstironie bei klassischen Frühstücksfernsehthemen wie Geschlechterklischees oder Modetrends bemüht. Des Weiteren wird geturnt, ausgiebig über das Wetter berichtet und statt eines Pseudo-Frühstücks tatsächlich Kaffee getrunken. Regionale Studiogäste und personalisierte Tierberichte runden das ORF-Frühfernsehen standesgemäß ab.

Vorläufiges Fazit

Bemühungen sich abzuheben, gibt es in „Guten Morgen Österreich“ also so manche. Doch wenn wir uns bei CLIP Mediaservice, wie es uns beschieden ist, täglich die vollen drei Stunden der Sendung zu Gemüte führen, fragen wir uns einmal mehr nach der Bedeutung von Frühstück im Fernsehen.

Evamaria Freinberger

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Bei CLIP: Lektorin Radio & TV*** Privat: liest gern, tanzt gern und clownt

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