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Journalisten-Barometer 2016

Journalisten-Barometer: Warum Journalisten eine dicke Haut brauchen

Als Medienbeobachter konsumieren wir bei CLIP Mediaservice allerhand Journalistisches und beobachten, was sich auf dem Gebiet tut. Der neue Journalisten-Barometer des Marktforschungsinstituts marketagent.com hat den Schwerpunkt auf die wahrgenommenen Reaktionen von Lesern/ Usern auf journalistische Beiträge gelegt. Davon wollen wir gern berichten.

Repressalien gegen JournalistInnen

So der Titel des aktuellen Journalisten-Barometers. 370 Journalisten aus Deutschland und Österreich wurden mittels Online-Interview zur ihrer Eigenwahrnehmung befragt. Davon waren rund 63 Prozent Männer und rund 37 Prozent Frauen. Um die 65 Prozent waren aus Deutschland, ca. 34 Prozent aus Österreich. Die meisten Befragten kamen aus der Mediengattung Print (77,8%).

 

Kritik und Beschimpfungen haben zugenommen

Sowohl sachliche Kritik (41,9%) als auch untergriffige Beschimpfungen (59,4%) der Leser haben in der Eigenwahrnehmung im Journalisten-Barometer in den letzten Jahren zugenommen. Genauer nach der Erfahrung mit unsachlicher negativer Kritik befragt, besteht diese zu einem großen Teil aus Beschimpfungen/ Beleidigungen des Mediums (60,5%), einer konkreten journalistischen Arbeit (57%) oder der eigenen Person (46,8%). 56,5 Prozent der befragten Journalisten gaben an, 1 mal pro Monat eine Beleidigung oder Drohung einstecken zu müssen. Nur rund 8 Prozent haben dagegen schon einmal eine Anzeige erstattet.

 

Umgang mit Kritik

Sachliche Kritik wird von knapp 2 von 3 Journalisten im Detail gelesen, fast die Hälfte (48,9%) tritt auch aktiv in Diskussion. Mit unsachlichen Beschimpfungen wird sich weniger intensiv auseinandergesetzt: Nur 36,5 Prozent lesen eine solche detailliert und nur 20 Prozent suchen daraufhin aktiv den Austausch. Dafür beschäftigen Beschimpfungen länger: Die Kategorie „beschäftigt mich lange / lässt mich lange nicht los“ erreicht für Beschimpfungen 12,3 Prozent, für sachliche inhaltliche Kritik nur 9,5 Prozent.

 

Reaktion auf untergriffige Beschimpfungen

Männer und Frauen reagieren scheinbar unterschiedlich auf untergriffige Beschimpfungen. Während Männer häufig (66,8%) sogar schmunzeln müssen, machen selbige Frauen häufiger nachdenklich (71,1%) oder wütend (69,3%). Frauen bleiben auch häufiger als Männer mit einem mulmigen Gefühl zurück (46,5% versus 32,2% bei den Männern).

 

Gründe für und Auswirkungen von untergriffigen Beleidigungen

8 von 10 Befragten sind sich einig, dass der Hauptgrund für vermehrte untergriffige Reaktionen die Anonymität, die eine enthemmende Wirkung hat, ist. Vor allem die unter 40-Jährigen (57,5%) sind dadurch schon vor der Veröffentlichung von Gedanken über mögliche negative Reaktionen auf Ihre Arbeit beeinflusst. Unbequeme Themen werden als Konsequenz eher vermieden (44,3%).

 

Beschimpfungen sind Alltag in der Branche

9 von 10 Befragten sind der Meinung, dass Journalisten eine dicke Haut brauchen. Über die Hälfte sind auch der Ansicht, dass Beleidigungen, Beschimpfungen und dergleichen künftig noch zunehmen werden und mittlerweile zum Journalisten-Alltag dazu gehören. Trotzdem sind 93 Prozent von ihrer Berufswahl überzeugt und würden diese auch nicht ändern.

 

Weitere Ergebnisse kurz & knapp:

  • Nach untergriffiger Kritik sind die Arbeitskollegen Ansprechpartner Nummer 1 (85,2%).
  • Fast 30% der Journalisten „legen den Finger erst recht in die Wunde“ und wollen mit einer polarisierenden Themenwahl aufwühlen.
  • Im Mittel erhalten Journalisten 3 positive Reaktionen pro Monat auf Ihre Arbeit. Im Vergleich überwiegt also die positive Resonanz.

Angelika Le

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Bei CLIP: Kundencenter *** Privat: Tiernarr und Naturliebhaberin

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