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Qualitätsjournalismus - Schreibmaschine

Die Zukunft des Qualitätsjournalimus

Die Zukunft des Journalismus hängt davon ab, ob sich Öffentlichkeiten entwickeln, die ihn unterstützen“ Das ist ein Zitat des Journalismus Experten Jay Rosen. Er lehrt Journalismus an der New York University und fasst zusammen, was Medienhäuser schon seit vielen Jahren spüren: Journalistische Qualität benötigt eine Finanzierung und dadurch Wertschätzung der LeserInnen. Umso wichtiger ist es für die Medienhäuser sich die Unterstützung der LeserInnen zu sichern, wenn es um Unabhängigkeit geht.

Auch die Digitalisierung nimmt vor der Medienlandschaft keinen Halt. Bei dem Begriff Digitalisierung geht es aber nicht nur um die Verschiebung der Medien in den Onlinebereich, es geht vor allem um die Machtverschiebung hin zu den UserInnen meint der Digitalexperte Mathew Ingram. Die UserInnen haben durch die Onlineseiten der Medien eine Plattform bekommen, Kritik rückzumelden, bringen sich mit Fragen ein oder decken Recherchefehler auf. Umso wichtiger ist es für die Medien die LeserInnen für sich als UnterstützerInnen zu gewinnen.

Hängt die Finanzierung von Werbekunden, Milliardären oder Regierungen ab, sieht Jay Rosen eine düstere Zukunft für den Journalismus.

Wie genau können Medienhäuser aber unabhängig sein und sich trotzdem finanzieren? Das wollen wir uns in diesem Beitrag genauer ansehen.

 

Paywalls und Abonnements im Onlinebereich

Die Medien Vorarlberger Nachrichten, Kurier und Die Presse machen es vor. Sie haben Bezahlschranken, sogenannte Paywalls für gewisse redaktionelle Inhalte eingeführt. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten für die LeserInnen. Manche Online-Medien stellen nur gewisse Artikel als zu bezahlende Artikel auf ihre Webseite, sodass ein Teil der Online-Artikel nach wie vor kostenlos zugänglich ist.

Manche Medien beschränken die Zahl der frei lesbaren Artikel pro LeserIn und Monat wie z.B. das Satiremagazin Die Tagespresse. Auch die New York Times setzt auf dieses Modell.

Ob eine Paywall der richtige Weg für ein Medium ist, um Gelder zu lukrieren spaltet die Meinungen. Heikel ist es in jedem Fall, da dies auch bedeutet, auf einen Teil an treuen LeserInnen verzichten zu müssen.

 

Werbeeinnahmen

Eine weitere Einnahmequelle für Medienhäuser sind Werbeeinnahmen. Im Onlinebereich sind das die sogenannten Werbebanner, im Printbereich die klassischen Werbeanzeigen, die den Medien Geld einbringen. Aber auch hier lässt sich ein Trend erkennen: Die Werbebudgets der Unternehmen werden immer öfter in neuere Werbemethoden investiert als in klassische Medien. Der Trend geht momentan in Richtung Social Media und Influencer-Werbung.

 

Abonnements oder doch freiwillige Spenden?

Freiwillig für eine Zeitung zu spenden klingt nach einem Finanzmodell, das sich kaum durchzusetzen vermag. Der Guardian hat mit diesem Modell allerdings das Gegenteil bewiesen. Wer möchte, kann freiwillig an den Guardian spenden und damit Qualitätsjournalimus ermöglichen. Über eine Millionen Menschen haben dies bereits getan. Amanda Michel führt dies auf drei Motive zurück: „die Qualität unseres Journalismus, unsere Werte und unsere unabhängige Eigentümerschaft.“

 

Positionierung des Mediums ist wichtig

Mit der unabhängigen Eigentümerschaft spricht Amanda Michel ein Thema an, das sich auch andere Medien zu Nutze machen. Die Positionierung der Medienhäuser zu unabhängigem Journalismus und Pressefreiheit. Die New York Times und die Washington Post erhalten sich treue LeserInnen vor allem durch Ihre Positionierung gegen den aktuellen US-Präsidenten, der sich immer wieder gegen etablierte Medienhäuser stellt. Somit sichern sich Medien das Vertrauen der Menschen, die sich auch politisch gegen den Präsidenten stellen und an freie Medien glauben und diese unterstützen möchten.

Andrea Scharf

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