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Facebook und Journalismus

Facebook und Journalismus – Ein Treffen im News Tab?

Wie es scheint, hat Facebook dem seriösen Journalismus eine Freundschaftsanfrage gesendet: Die Social-Media-Plattform kündigte an, ab Herbst ein sogenanntes „News Tab“ anbieten zu wollen. Dort sollen speziell Medieninhalte hochgeladen werden, abgetrennt vom restlichen Content.

 

Hochwertige Berichterstattung hervorheben

Facebook und Journalismus lagen in letzter Zeit öfters miteinander im Clinch. Zunächst nutzten die Medienhäuser die Plattform, um Leser_innen zu erreichen. Dann jedoch wurde durch die Massenverbreitung von Fake News rund um den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 das Vertrauen in die Plattform geschmälert. Außerdem setzte das Netzwerk Anfang 2018 andere Prioritäten und befand, dass Nutzer_innen die Inhalte ihrer Freund_innen und Familie vor Nachrichteninhalten zu sehen bekommen sollten.
Jetzt möchte Facebook durch den separaten Medienbereich hochwertige Berichterstattung hervorheben. Die Idee ist nicht neu, auch Snapchat bietet dieses Service an. 2018 hatte Geschäftsführer Mark Zuckerberg das aber noch abgelehnt.

 

Bis zu drei Millionen für News

Das Wall Street Journal berichtete, dass Facebook den Medienhäusern, die im „News Tab“ ihre Artikel (oder auch nur deren Anreißer) veröffentlichen würden, bis zu drei Millionen Dollar in Aussicht gestellt habe. Diese Summe soll an jede Redaktion jährlich für die Lizenzierung ihrer Artikel bezahlt werden. Ein Lizenzvertrag soll drei Jahre lang gültig sein.
Angesprochen haben soll Facebook bisher die Washington Post, die Wall Street Journal-Mutter Dow Jones sowie den Finanzdienstleister Bloomberg. Von Seiten des sozialen Netzwerks wurde diese Information weder bestätigt noch dementiert. Ob eines der Medienhäuser zugesagt hat, weiß man ebenfalls noch nicht. Auch ist bisher unbekannt, ob der „News Tab“ nur in den USA oder auch in anderen Ländern verfügbar sein wird.

 

Was haben die Medien davon?

Für die Medienhäuser ist das Angebot durchaus eine Überlegung wert, sind sie doch international mit dem Rückgang des Printmedienkonsums konfrontiert. Über Facebook könnten sie Reichweite und damit neue Leser_innen generieren. Doch wie bereits erwähnt ist die Beziehung zwischen Facebook und Journalismus aktuell alles andere als einfach. Noch im vergangenen Jahr sagte die Leiterin der Medienkooperationen von Facebook, Campbell Brown, Medienhäuser sollten die Plattform verlassen, wenn sie ihnen nicht gefiele. Damals standen die auf Facebook weit verbreiteten Fake News gerade wieder in der Kritik. Kein Wunder also, dass die Redaktionen die Entscheidung sorgfältig abwägen.

 

Fazit

Das Verhältnis zwischen Facebook und Journalismus war lange Zeit sehr angespannt, nicht zuletzt aufgrund des oben genannten Fake-News-Skandals. Mit einem separaten Medienbereich mit dezidiert seriösen Inhalten könnte Facebook der Angst vor Falschmeldungen und Hoaxes weiter entgegenwirken und dadurch verlorenes Vertrauen wieder aufbauen. Wir von CLIP verfolgen gespannt die Entwicklungen und werden weiterhin berichten.

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