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Digital News Report

Medienverhalten – Digital News Report 2017

Letztes Monat war es wieder soweit – das Reuters Institut für Journalismus hat die aktuelle Studie Digital News Report zum Thema Medienkonsum für dieses Jahr herausgegeben. In dieser internationalen Studie wurde auch Österreich untersucht. Als Medienbeobachter in Österreich sind diese Ergebnisse für uns natürlich speziell interessant und wir möchten ein paar ausgewählte Ergebnisse hier zusammenfassen.

Zum Vergleich geht es hier zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2015, über die wir bereits berichtet haben.

Zum Digital News Report 2017

Die Studie wurde zwischen Ende Jänner und Anfang Februar 2017 in 36 Ländern mittels Online Fragebogen durchgeführt. Dazu wurden die Teilnehmer zu Ihrem Medienkonsum befragt; Teilnehmer, die im Vormonat keine Medien konsumiert haben, wurden ausgeschieden. In Österreich wurden 2000 Teilnehmer befragt.

 

Key-Findings für Österreich

Allgemein

68 Prozent der Österreicher informieren sich mindestens zwei Mal pro Tag über die Nachrichten.

Altersunterschied: 54 Prozent der 18-24-Jährigen bevorzugen Onlinequellen und 82 Prozent der Personen über 55 Jahre verwenden Offlinemedien als Hauptnachrichtenquelle.

Das allgemeine Interesse an Nachrichten liegt bei den Befragten bei 95,5 Prozent. 67,4 Prozent der Befragten gaben sogar an, „äußerst bis sehr interessiert“ zu sein.

Das allgemeine Vertrauen der Österreicher in die Nachrichten liegt bei 45,1 Prozent. 53,1 Prozent vertrauen in eine persönlich genutzte Nachrichtenquelle.

Klassische Medien

61,1 Prozent der Österreicher lesen gedruckte Zeitungen. Damit sind wir in den 36 untersuchten Ländern weiterhin Spitzenreiter. Der Durchschnitt liegt bei zirka 35 Prozent.

Fernsehen und Zeitungen sind in Österreich noch immer populärer als in anderen Ländern. Die beliebteste Nachrichtenquelle ist mit 29,4 Prozent das Fernsehen, gefolgt von gedruckten Zeitungen mit 21,4 Prozent. Websites bzw. Apps von Print-Medien liegen bei einer Nutzung von 13,8 Prozent.

Die am häufigsten konsumierten Medien in Österreich sind bei Print Kronen Zeitung, Bezirksblätter und Heute. Bei Radio und TV sind es ORF 2, ORF eins und Ö3.

Online & Social Media

7 Prozent der Österreicher bezahlen für Online-Inhalte; 4 Prozent haben auch ein laufendes Online-Abonnement.

57,4 Prozent der Österreicher verwenden den Computer bzw. Laptop für ihren Online-Medienkonsum, 55,6 Prozent das Smartphone und 20,8 Prozent das Tablet.

Social Media ist in Österreich als Nachrichtenquelle weniger beliebt als die klassischen Medien. Nur 45 Prozent der Österreicher konsumieren News über soziale Medien. Facebook ist mit 34 Prozent am populärsten, gefolgt von YouTube und WhatsApp mit jeweils 16 Prozent, Facebook Messenger mit 5 Prozent und Twitter mit 4 Prozent.

Bei den in Österreich am meisten genutzten Online-Medienmarken handelt es sich laut dem Digital News Report um die ORF.at, krone.at und derstandard.at. ORF.at liegt bei allen Altersgruppen und auch sowohl bei Frauen und bei Männern an erster Stelle.

Medienverhalten - Digital News Report 2017

Internationale Highlights

Es gab weltweit durchschnittlich zirka 3 Prozent Teilnehmer die im Vormonat der Befragung keine Medien konsumiert haben. In Finnland waren es weniger als 1 Prozent; in Australien 9 Prozent.

Die Nutzung von Messaging-Apps für Nachrichtenkonsum steigen weltweit an. In Malaysia liegt der Nachrichten-Konsum via WhatsApp bei 51 Prozent.

Weltweit konsumieren 42 Prozent Nachrichten via Smartphone im öffentlichen Verkehr (und 32 Prozent im Bad bzw. WC).

Das Vertrauen in die Nachrichten ist in Finnland mit 62 Prozent am höchsten und in Griechenland und Südkorea mit jeweils 23 Prozent am niedrigsten.

In Griechenland verwenden mit 36 Prozent die meisten Nutzer aktiv einen Ad-Blocker; in Südkorea mit 12 Prozent die wenigsten.

Norwegen hat die meisten Online-Abonnements für Nachrichten: 15 Prozent.

Aktive Nachrichtenvermeidung geschieht in der Türkei und Griechenland mit 57 Prozent am häufigsten; mit 6 Prozent in Japan an wenigsten.

Der Hauptgrund für Nachrichtenvermeidung ist „es kann eine negative Auswirkung auf Stimmung haben“.

 

Die Ergebnisse aus dem Digital News Report sind spannend und eine interessante Lektüre, für alle die sich für das Thema Medienkonsum interessieren. Für weitere Details zum Medienverhalten geht es hier zur Studie.

Christina Hagenauer

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---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Bei CLIP: Social Media Manager & Leitung Kundencenter *** Privat: Kartenmacherin & Social Media Enthusiastin

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