Liegt die Zukunft der Zeitung im E-Paper?
Die am 18.2. veröffentlichten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) zeigen, dass einige Blätter ihre fallenden Abo-Zahlen durch Online-Abos stabilisieren konnten, selbst wenn der allgemeine Trend noch immer einen Rückgang darstellt.
Auflagen der Kauf-Tageszeitungen im Überblick:
Angeführt wird die Statistik mit Abstand von der Kronenzeitung mit einer insgesamten Verbreitung der Auflage von 522 518 im Wochenschnitt, was jedoch ein Minus von 25 210 im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auf dem zweiten Platz landet die Kleine Zeitung, die mit einer Verbreitung von 260 340 im Wochenschnitt weniger als die Hälfte der Kronenzeitung ausmacht. Der Kleinen Zeitung folgen (wiederum mit Abstand) die Oberösterreichischen Nachrichten, Kurier, Presse, Standard, Salzburger Nachrichten und die Tiroler Tageszeitung, die sich alle auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Eine deutlich kleinere Auflagenzahl haben die Vorarlberger Nachrichten sowie die Neue Vorarlberger Tageszeitung.
Verlierer und Gewinner
Von den genannten Tageszeitungen hatte allein die Presse im Vergleich zum Jahr 2024 eine größere Verbreitung erreicht, insbesondere durch ihren Verkauf von E-Paper, die bei der Presse beinahe 50% der Auflage ausmachen. Die Salzburger Nachrichten konnten ihre Zahlen stabil halten – sie sind mit mehr als 30% ihrer Auflage ebenfalls groß im E-Paper-Geschäft, wo sie große Zuwächse bekommen haben. Auch der Standard setzt mit etwa 45% seiner Auflage stark auf das Online-Abo, konnte sich jedoch nicht steigern. Etwas größere Verluste (prozentuell zur Auflagenzahl) mussten vor allem die Neue Vorarlberger Tageszeitung, Kurier, Krone und Tiroler Tageszeitung hinnehmen. Zwar stiegen auch bei den drei letzteren die Verkäufe der E-Paper, diese machen jedoch einen deutlich kleineren Teil ihrer Auflage aus. Insbesondere die Krone fällt mit einem E-Paper-Anteil von ca. 12% zurück.
Fazit
Die Auflagenzahlen von 2025 zeigen mit Ausnahme der Presse durchgehend leichte Verluste oder Stabilisierung der Zahlen. Zuwächse konnten vor allem durch den Verkauf von Online-Abos erzielt werden, die für alle Zeitungen außer Der Standard und die Neue Vorarlberger Tageszeitung gestiegen sind. Der Trend geht also in Richtung E-Paper, und das sicher nicht ohne Grund: Diese Abos sind meist günstiger, praktischer und die Papiertonne dankt es einem auch.

