Wiener Zeitung

Simon Kravagna wird Geschäftsführer der Wiener Zeitung

Die Wiener Zeitung bekommt eine neue Führung: Mit Simon Kravagna übernimmt ein profilierter Medienexperte die Geschäftsführung. Die Bestellung durch Andreas Babler folgt auf ein mehrstufiges Auswahlverfahren und erfolgt auf Empfehlung einer Findungskommission, die Kravagna als besonders geeignet einstuft. Damit beginnt eine neue Phase für ein Haus, das sich in den vergangenen Jahren grundlegend neu aufgestellt hat.

Ein erfahrener Medienmacher an der Spitze

Simon Kravagna bringt eine Kombination aus journalistischer Praxis und medienstrategischer Erfahrung mit. Bekannt wurde er unter anderem als Mitgründer des Magazins „biber“ sowie durch seine Tätigkeit beim forum journalismus und medien (fjum), wo er sich intensiv mit Medienentwicklung und journalistischer Ausbildung beschäftigte.

Im Bewerbungsverfahren setzte er sich gegen rund 40 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Ausschlaggebend war laut offizieller Kommunikation insbesondere seine Fähigkeit, journalistische Qualität mit Innovationsansätzen zu verbinden – ein Profil, das zur aktuellen Ausrichtung der Wiener Zeitung passt.

Die Wiener Zeitung als Medien- und Ausbildungsplattform

Die Wiener Zeitung hat sich seit dem Ende ihrer täglichen Printausgabe 2023 neu positioniert. Im Zentrum steht heute ein erweitertes Verständnis von Medienarbeit: Neben digitalen publizistischen Angeboten spielen insbesondere Aus- und Weiterbildungsformate sowie Medienkompetenz eine zentrale Rolle.

Die politische Zielsetzung formuliert klar, wohin die Reise gehen soll: Die Wiener Zeitung soll sich als innovativer Akteur am Medienstandort Österreich etablieren und Impulse für Qualitätsjournalismus liefern. In diesem Kontext wird die Organisation zunehmend als Plattform gedacht, die Inhalte, Ausbildung und Branchenentwicklung miteinander verbindet.

Kontinuität und neue Impulse

Mit der Bestellung von Simon Kravagna ist auch die Erwartung verbunden, den eingeschlagenen Kurs fortzuführen und zugleich weiterzuentwickeln. Offiziell ist von einer Kombination aus Kontinuität und neuen Impulsen die Rede.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ansprache jüngerer Zielgruppen sowie der Stärkung von Medienkompetenz – Themen, die angesichts digitaler Informationsflüsse und wachsender Desinformation zunehmend an Bedeutung gewinnen. Kravagnas bisherige Arbeit in der journalistischen Aus- und Weiterbildung deutet darauf hin, dass er genau in diesen Bereichen Akzente setzen könnte.

Conclusio

Die Ernennung von Simon Kravagna zum Geschäftsführer der Wiener Zeitung ist ein konsequenter Schritt im laufenden Transformationsprozess des Hauses. Die Entscheidung basiert auf einem klar strukturierten Auswahlverfahren und orientiert sich an den aktuellen Anforderungen des Medienmarkts.

Ob es gelingt, die Wiener Zeitung langfristig als relevanten Medien- und Ausbildungsakteur zu etablieren, wird maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich strategische Weiterentwicklung und publizistische Qualität zusammengeführt werden.