Die Klimakrise in den Medien – ein Überblick
Die Klimakrise gilt als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dennoch macht sie in österreichischen Medien nur einen sehr kleinen Teil der Berichterstattung aus. Es stellt sich daher die Frage: Wird ausreichend über das Klima berichtet?
Nur etwa 1,9 % der Berichterstattung in Österreich (OTS.at, 2022) beschäftigen sich mit Klimathemen — also ungefähr jeder fünfzigste Artikel. Im Vergleich dazu liegt der Anteil in anderen Ländern wie Deutschland deutlich höher.
Klar ist, dass mediale Aufmerksamkeit die gesellschaftliche und politische Agenda maßgeblich beeinflusst. Woran gedacht und worüber diskutiert wird, hängt stark davon ab, welche Themen regelmäßig in Nachrichten und Zeitungen vorkommen. Diese werden in der Folge auch als wichtiger wahrgenommen.
Besorgniserregend ist zudem die aktuelle Entwicklung: Die Klimaberichterstattung nimmt tendenziell eher ab als zu. Im Jahr 2025 wurde in österreichischen Medien fast ein Viertel weniger über Klimathemen berichtet als noch 2023. Auch im Vergleich zu 2024 ist ein weiterer Rückgang zu beobachten.
Fazit
Österreich steht vor einer klaren Herausforderung: Die Klimakrise darf weder politisch noch medial ein Randthema bleiben. Eine regelmäßige und ausgewogenere Berichterstattung könnte dazu beitragen, die Klimakrise als das darzustellen, was sie ist — ein dauerhaftes und zentrales Thema unserer Zeit.
Mehr dazu:
https://medianet.at/news/marketing-and-media/weniger-berichterstattung-ueber-klimapolitik-73958.html

